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Wechsel der Krankenkasse vorteilhaft?

Freitag, 10. Dezember 2010



Wer als Übersetzer in die Selbstständigkeit startet, hat die Wahl zwischen der gesetzlichen Krankenversicherung und der privaten Krankenversicherung.

Doch der Wechsel von der GK V hin zur PKV will gut durchdacht sein.

Wer gesund ist, dürfte keinerlei Probleme damit haben, einen Anbieter zu finden, der ihn versichert. Die niedrigen Beiträge locken vor allem Alleinstehende und Männer.
Frauen zahlen einen ungleich höheren Beitrag – sie könnten schließlich schwanger werden und damit hohe Kosten verursachen.

Außerdem werden Frauen älter und kosten die Versicherung schon allein dadurch mehr.

Der Wechsel lohnt sich nicht für jemanden, der Nachwuchs zu Hause hat, denn eine Familienversicherung ist in der privaten Krankenversicherung nicht vorgesehen.
Jedes Kind muss mit einer eigenen Police abgesichert werden. Liegen Vorerkrankungen vor, ist der Wechsel ebenfalls nicht anzuraten, denn dann werden Risikozuschläge erhoben oder es werden Leistungen sogar gänzlich ausgeschlossen.

Um Geld zu sparen, kann ein Tarif mit einem hohen Selbstbehalt gewählt werden. Das ist vor allem für diejenigen lohnend, die sehr selten zum Arzt gehen.

Allerdings schützt sie das natürlich nicht vor einer Erhöhung der Beiträge, auch wenn die monatlichen Prämien deutlich unter denen ohne Selbstbehalt liegen. Wer dann wieder in einen Tarif mit geringerem Selbstbehalt wechseln möchte, muss meist eine Gesundheitsprüfung über sich ergehen lassen.

Der Wechsel in die private Krankenversicherung scheint angesichts der zu vereinbarenden besseren medizinischen Versorgung teilweise durchaus sinnvoll.

Auch, wenn wieder einmal bekannt wird, dass die gesetzlichen Krankenversicherungen  die Beiträge anheben möchte.

Doch davor sind auch die Mitglieder der privaten Krankenversicherung nicht geschützt, denn wenn die Versicherung höhere Kosten kompensieren muss, wird auch sie die Beiträge anheben. Sicher kann der Versicherte dann auch zu einem anderen Anbieter wechseln, doch sinnvoll ist das meist nicht.

Die Altersrückstellungen können entweder gar nicht (bei Verträgen bis 2009) oder nur zum Teil (bei Verträgen ab 2009) mitgenommen werden. Die Folge ist, dass diese verloren sind und neu eingezahlt werden müssen, was wiederum mit erhöhten Prämien verbunden ist.

Der Wechsel in die private Krankenversicherung ist für den Freiberufler häufig eine Entscheidung fürs Leben, die nur schwer bis gar nicht wieder rückgängig gemacht werden kann. Wer das 55. Lebensjahr überschritten hat, kann gar nicht mehr in die gesetzliche Krankenversicherung  als Freiberufler zurückkehren.