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Die maschinelle Übersetzung

Dienstag, 14. Juni 2011

Als maschinelle Übersetzung wird eine Übersetzung bezeichnet, die mit Hilfe eines Computerprogramms vorgenommen wurde.
Dabei wird ein Ausgangstext eingegeben und dieser wird in der Zielsprache wieder ausgegeben.

Bekannt ist das Translation Memory System, was von vielen Übersetzern angewendet wird. Allerdings ist die maschinelle Übersetzung aus verständlichen Gründen von vielen Auftraggebern nicht erwünscht. Denn sie wollen zum einen keinen Text erhalten, der anderswo schon einmal geschrieben wurde und zum anderen vermeiden, dass vertrauliche Daten an einen Server übermittelt werden.

Um das zu umgehen können sie bereits vertraglich vereinbaren, dass maschinelle Übersetzung nicht in Frage kommt. Allerdings werden sie damit nicht immer Glück haben, denn auch wenn es vertraglich so geregelt ist, kann der Übersetzer dennoch eine maschinelle Übersetzung anwenden. Überprüfbar ist das zum Beispiel durch eine komplette Neuübersetzung mit Hilfe eines Maschinenprogramms, so dass erkennbar wird, welche Passagen im Text gleich sind. Oder es kann auf ein Zweitkorrektorat zurückgegriffen werden, auch hier sind die Ähnlichkeiten dann erkennbar.
Allerdings wird das aus Kostengründen kaum ein Auftraggeber machen, denn in vielen Fällen wird die eigentlich sinnvolle Zweitkorrektur ohnehin schon gestrichen.

Viele Anwender von maschinellen Übersetzungsprogrammen sind nicht gerade begeistert davon, dass sie teilweise gar keinen Treffer für ihre Suche erhalten. Das liegt aber häufig einfach daran, dass Rechtschreibfehler vorhanden sind, was in Sätzen auch einfach Kommafehler sein können.
Dann arbeitet das Programm schon nicht richtig, beziehungsweise zeigt ähnliche Begriffe an. Auch ist das Programm natürlich nicht in der Lage, zu erkennen, was der Benutzer denn nun meinen könnte. Es muss ein korrekter und konkreter Begriff eingegeben werden, damit ein Treffer erzielt wird, was nicht immer ganz leicht ist.

Wichtig ist aber in jedem Fall für die maschinelle Übersetzung, dass das Grundprogramm eine regelmäßige Wartung erhält. Es muss gepflegt werden, das heißt, neue Begriffe müssen eingearbeitet werden, die dazu noch sortiert werden sollten. Als Sortiermöglichkeit bietet sich hier an, einzelnen Fach- oder Sachgebiete zu verwenden, in die die Begriffe eingeordnet werden.

Natürlich kann niemand erwarten, dass eine maschinelle Übersetzung mit einer persönlichen gleichzusetzen ist. Wer einen Übersetzer befragt, wird sicherlich eine andere Entsprechung für eine Textpassage genannt bekommen, als wenn er damit das Übersetzungsprogramm „füttert“. Schließlich kann das Programm nur auf die Textbausteine zurückgreifen, die ihm gespeichert vorliegen. Ein Übersetzer hingegen kann auch nach Umschreibungen oder anderen Ausdrücken suchen.

Zusammenarbeit mit der Industrie – Workflow

Mittwoch, 2. Juni 2010

Unternehmen, die auch im Ausland agieren wollen, müssen den ausländischen Markt erst einmal erschließen.
Dazu müssen sie sämtliche Unterlagen in der jeweiligen Landessprache zur Verfügung haben. Hilfreich ist es da schon, wenn die Unternehmen Schreiben verfassen, die übersetzungsgerecht sind, das heißt, sie sind so verfasst, dass sie für eine spätere Übersetzung bereits optimiert sind.

Die Unternehmen können so die Kosten für eventuelle Übersetzungen senken, wenn sie diese Schreiben in ihr eigenes Translation Memory System aufnehmen.

Übersetzer profitieren davon, weil sie immer gleich bleibendes Ausgangsmaterial zur Verfügung haben, damit besteht weniger Bedarf nach Klärung und die Ausgangstexte können einheitlich in die Zieltexte übersetzt werden.

Die Übersetzungsarbeit für Unternehmen ist stets eine Teamarbeit für mehrere Beteiligte, aufgrund der Vielzahl der Personen sind Systemunterstützungen über Rechner unabdingbar.
Damit können Arbeitsabläufe effizient gestaltet werden. Außerdem können relevante Daten hinterlegt werden, wie Abgabedaten und ähnliches.

Hinzu kommen die verschiedenen Quellen, aus denen die zu übersetzenden Texte in einem Unternehmen entstehen: Word- und Exceldateien, Katalogsysteme oder Webinhalte sind nur einige Beispiele dafür. Der Übersetzer kann aber nicht Profi auf jedem Gebiet sein und sich mit verschiedenen Computerprogrammen und –sprachen auskennen.
Um ein gutes Workflow, also einen guten Arbeitsablauf zu erhalten, ist es notwendig, dass die einzelnen Abläufe sinnvoll aufeinander abgestimmt werden.
Die Schnittstellen zwischen Auftraggeber und Übersetzer dürfen nicht vergessen werden, denn hier ist die Informations- und Wissensquelle zu finden. Häufig wird bereits eine Qualifikation zum Übersetzungsmanager erwartet, diese soll die Basis für ein funktionierendes Übersetzungsworkflow sein.
Diese Art von Weiterbildung wird für Übersetzer und teilweise auch für Redakteure angeboten. Hierbei wird ein Selbststudium in Verbindung mit der gezielten Ausbildung als vorteilhaft angesehen.

Der Übersetzer ist dann nicht mehr nur ein Profi der Sprache, sondern er bringt auch Handwerkszeug aus anderen Bereichen mit, etwa dem Projektmanagement und Kenntnisse über verschiedene Software.

Generell kann die Arbeit des Übersetzers in der Industrie aber immer nur so gut sein, wie seine Informationsquellen. Er muss zu den verschiedenen Daten, die er für die Übersetzung braucht, Hintergrundwissen sammeln können und dementsprechend Zugang zu verschiedenen Quellen bekommen.

Auch muss der Übersetzer im Unternehmen einen Ansprechpartner haben, damit er Fragen stellen kann. Andernfalls wird es bei den Übersetzungen immer zu Problemen kommen, einfach, weil es ungeklärte Fragen gibt, die vielleicht die Lösung zu einem Übersetzungsproblem gewesen wären.