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Zertifizierung der Übersetzer-Dienstleistung

Mittwoch, 15. Juni 2011

Immer mehr Unternehmen streben nach einer Zertifizierung und auch für immer mehr Kunden wird eine solche interessanter.
Das hat den Hintergrund, dass die Kunden damit sichergehen wollen, dass die gefragte Dienstleistung einem gewissen Mindeststandard beziehngsweise Qualität genügt.
Vor allem gilt das für Dienstleistungen, die über die Landesgrenzen hinaus erbracht werden.
Übersetzer sehen die Zertifizierung daher zum Teil als Instrument ihres Marketings.
Kommt es zum Beispiel zu Rechtsstreitigkeiten, so können sie damit nachweisen, dass ihre Dienstleistungen aktuell und auf dem neuesten Stand der Technik sind. Es gibt aber verschiedene Zertifizierungsstellen, die alle auf unterschiedliche Bewertungskriterien zurückgreifen.

Doch was ist nun für eine Zertifizierung zu tun?

1. Den Antrag stellen

Alle Übersetzer können eine Zertifizierung beantragen.
Dafür ist es nicht maßgeblich, ob sie allein arbeiten oder in einer Bürogemeinschaft.

2. Die Dokumentation

Der Übersetzer muss eine Dokumentation über seine Dienstleistungen einreichen.
Darin muss der Name des Übersetzers genannt werden, seine Anschrift, auch die eventueller Zweigstellen, ein Profil seines Unternehmens, Fachgebiete und weitere Informationen. Diese Dokumentation ist die Grundlage für die Durchführung des Audits.

3. Im Mittelpunkt der gesamten Zertifizierung steht das Audit

Dabei werden Nachweise gesammelt, ob der Bewerber die Anforderungen tatsächlich erfüllt. Dabei werden Gespräche geführt, es werden Aufzeichnungen eingesehen, es werden Datenbanken und Kommunikation sowie die Zusammenarbeit zwischen Kunden und anderen Übersetzern betrachtet.
Der Auditor verfasst am Ende einen Bericht mit einer Empfehlung, ob die Zertifizierung erteilt werden sollte oder nicht.

4. Erteilung des Zertifikats

Mit der Erteilung der Zertifizierung erhält der Übersetzer auch das Recht, damit werben zu dürfen.

Übersetzen mit SDL Trados

Mittwoch, 1. Juni 2011

Im Juni des Jahres 2009 kam die erneuerte Version „SDL Trados“ für den Übersetzer auf den Markt.
Umgesetzt wurden in dieser Version Wünsche der Kunden und neue Merkmale, wie der neu gestalteten Benutzeroberfläche.

Im Programm können Projekte Schritt für Schritt angelegt werden, wobei der Projektassistent behilflich ist. Die eigentliche Übersetzung erfolgt dann in der neuen Editierungsumgebung von SDL Trados. Hier wird gleich gekennzeichnet, um welchen Teil des Textes es sich handelt, also zum Beispiel um die Überschrift oder eine Textpassage.

Zeitgleich können mehrere Translation Memories abgefragt werden und die Konkordanzsuche ist in Ausgangs- und Zielsprache möglich. Der Zieltext kann schon während der Erstellung in einem Layout angezeigt werden, was aber zur besseren Konzentration auf den Inhalt auch erst einmal ausgeblendet werden kann. Einzelne Segmente des Textes lassen sich einem Status zuordnen, wie etwa kontrolliert, abgelehnt oder abgegeben.

Dazu gibt es einen Filter, der es ermöglich, alle Segmente einer Art anzuzeigen. Zudem gibt es für die Übersetzung ein Tool, das es erlaubt, schon frühere Übersetzungen einer Passage im Text mit einer aktuellen Übersetzung anzugleichen, etwa, wenn dem Übersetzer erst auf den letzten Seiten eine besonders gute Übersetzung für einen Begriff eingefallen ist, der aber schon mehrmals anders übersetzt wurde.

Neben den genannten Neuerungen gibt es noch eine Reihe weiterer im SDL Trados Programm, dies sollen nur einige Beispiele sein.

Insgesamt dürfte den Benutzern, die bisher mit der Vorgängerversion gearbeitet haben, die Einarbeitung in das Programm ziemlich leicht fallen.
Die Dokumente sind sehr übersichtlich dargestellt und es gibt im Vergleich zu früher sehr viel weniger Tags. Wichtige Features sind aber die Rechtschreibkontrolle, die interaktiv durchgeführt werden kann, und die Qualitätskontrolle.
Interessant sein dürfte dabei auch die Auto Suggest Funktion, die das komplette Potenzial, das sich durch das Translation Memory System bietet, nutzbar macht. Mit SDL Trados sollten also die Übersetzungen um einiges einfacher werden, Übersetzer können auf eine benutzerfreundliche Oberfläche, die produktiv ist und fokussiert arbeiten lässt, zugreifen.