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Übersetzer für Industrievideos

Samstag, 27. August 2011

Industrievideos haben meist einen werbenden Charakter, es werden darin einzelnen Produkte vorgestellt, die Vorstellung ist sprachlich unterlegt.

Für diese sprachliche Unterlegung wird teilweise eine Übersetzung und damit ein freiberuflicher Übersetzer benötigt. Die Industrievideos werden meist auf Präsentationen oder Fachmessen vorgestellt. Die Aufträge an den Übersetzer sind dabei unterschiedlicher Art. Teilweise liefert er nur eine Rohfassung der Übersetzung, die Endfassung übernimmt dann eine Werbeagentur. Es kann aber auch sein, dass vom Übersetzer ein sprechreifes Video verlangt wird.

Grundregeln der Übersetzung von Industrievideos

Die Grundregeln, die bei der Übersetzung von Industrievideos hinsichtlich der sprachlichen Gestaltung beachtet werden müssen, sind ähnlich wie bei anderen Übersetzungen. Wichtig sind darüber hinaus aber weitere Punkte, schließlich hört der Zuschauer den Text nur und hat ihn nicht vor Augen. Der Text muss zum Beispiel verständlich sein. Zu beachten ist zudem die gesprochene Sprache, die bei der Übersetzung von Industrievideos angewendet werden muss. Sie unterscheidet sich teilweise deutlich von der Sprache, die in schriftlicher Form übersetzt wird.

Der Übersetzer für Industrievideos sollte auch darauf achten, dass der Leser, beziehungsweise der Sprecher im Aufnahmestudio, seinen Text gut entziffern kann.

Trennstriche helfen bei langen Wörtern, deren Sinn in kurzer Zeit zu erfassen, auch wenn rein orthografisch gesehen an dieser Stelle kein Bindestrich zu setzen wäre.
Abkürzungen sollten ausgeschrieben werden, zumindest, wenn sie im allgemeinen Sprachgebrauch weniger gebräuchlich sind.
Klammern sollten nicht gesetzt werden, damit keine Pause im Sprachfluss entsteht.

Der Übersetzer sollte immer im Besitz des Videos sein, um seine Übersetzung sprachlich auf die Bilder abstimmen zu können. Übersetzungen dürfen zeitlich gesehen länger sein, wenn der Text sich dann nicht mit den Bildern überschneidet.

Zusammenarbeit mit der Industrie – Workflow

Mittwoch, 2. Juni 2010

Unternehmen, die auch im Ausland agieren wollen, müssen den ausländischen Markt erst einmal erschließen.
Dazu müssen sie sämtliche Unterlagen in der jeweiligen Landessprache zur Verfügung haben. Hilfreich ist es da schon, wenn die Unternehmen Schreiben verfassen, die übersetzungsgerecht sind, das heißt, sie sind so verfasst, dass sie für eine spätere Übersetzung bereits optimiert sind.

Die Unternehmen können so die Kosten für eventuelle Übersetzungen senken, wenn sie diese Schreiben in ihr eigenes Translation Memory System aufnehmen.

Übersetzer profitieren davon, weil sie immer gleich bleibendes Ausgangsmaterial zur Verfügung haben, damit besteht weniger Bedarf nach Klärung und die Ausgangstexte können einheitlich in die Zieltexte übersetzt werden.

Die Übersetzungsarbeit für Unternehmen ist stets eine Teamarbeit für mehrere Beteiligte, aufgrund der Vielzahl der Personen sind Systemunterstützungen über Rechner unabdingbar.
Damit können Arbeitsabläufe effizient gestaltet werden. Außerdem können relevante Daten hinterlegt werden, wie Abgabedaten und ähnliches.

Hinzu kommen die verschiedenen Quellen, aus denen die zu übersetzenden Texte in einem Unternehmen entstehen: Word- und Exceldateien, Katalogsysteme oder Webinhalte sind nur einige Beispiele dafür. Der Übersetzer kann aber nicht Profi auf jedem Gebiet sein und sich mit verschiedenen Computerprogrammen und –sprachen auskennen.
Um ein gutes Workflow, also einen guten Arbeitsablauf zu erhalten, ist es notwendig, dass die einzelnen Abläufe sinnvoll aufeinander abgestimmt werden.
Die Schnittstellen zwischen Auftraggeber und Übersetzer dürfen nicht vergessen werden, denn hier ist die Informations- und Wissensquelle zu finden. Häufig wird bereits eine Qualifikation zum Übersetzungsmanager erwartet, diese soll die Basis für ein funktionierendes Übersetzungsworkflow sein.
Diese Art von Weiterbildung wird für Übersetzer und teilweise auch für Redakteure angeboten. Hierbei wird ein Selbststudium in Verbindung mit der gezielten Ausbildung als vorteilhaft angesehen.

Der Übersetzer ist dann nicht mehr nur ein Profi der Sprache, sondern er bringt auch Handwerkszeug aus anderen Bereichen mit, etwa dem Projektmanagement und Kenntnisse über verschiedene Software.

Generell kann die Arbeit des Übersetzers in der Industrie aber immer nur so gut sein, wie seine Informationsquellen. Er muss zu den verschiedenen Daten, die er für die Übersetzung braucht, Hintergrundwissen sammeln können und dementsprechend Zugang zu verschiedenen Quellen bekommen.

Auch muss der Übersetzer im Unternehmen einen Ansprechpartner haben, damit er Fragen stellen kann. Andernfalls wird es bei den Übersetzungen immer zu Problemen kommen, einfach, weil es ungeklärte Fragen gibt, die vielleicht die Lösung zu einem Übersetzungsproblem gewesen wären.