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Erhöhung bei den gesetzlichen Krankenkassen

Dienstag, 11. Januar 2011


Die Auftragslage für einen Übersetzer ist logischerweise nicht immer gleich gut.

Daher kann es in Zeiten, wenn die Einnahmen etwas schlechter sind, jetzt noch schlechter werden – dank der Gesundheitsreform, die durch die schwarz-gelbe Koalition auf den Weg gebracht wurde. Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung werden steigen und rund 50 Millionen Mitglieder sind davon betroffen. Der Anstieg bedeutet 0,6 Prozentpunkte mehr, künftig werden also 15,5 Prozent als Beitrag fällig.

Damit will Gesundheitsminister Phillip Rösler verhindern, dass die Krankenkassen Ende des Jahres auf ein Milliardendefizit blicken müssten. Die Versicherten sollen das nun verhindern. Da aber auch sie nicht gänzlich für jedes Minus aufkommen können, gibt es noch eine andere Idee: Zum einen soll die Pharmaindustrie mehr belastet werden, zum anderen dürfen Krankenhäuser und Ärzte weniger viel Geld ausgeben.

Und noch etwas wird zur Entlastung der Krankenkassen getan: Es gibt einen zusätzlichen Beitrag, der aber bislang nur von einem geringen Teil der Krankenkassen in Erwägung gezogen wird.

Experten gehen davon aus, dass es in erster Linie die Betriebskrankenkassen sein werden, die diesen festen Zusatzbeitrag erheben müssen, die Ortskrankenkassen haben für 2011 mehrheitlich zugesagt, auf den Beitrag zu verzichten. Dieser würde übrigens als fester Betrag anfallen und nicht vom Einkommen gerechnet werden.

Das bedeutet für den Übersetzer und Dolmetscher, der gerade vielleicht etwas weniger gut verdient, dass er im schlimmsten Fall ab 2011 15,5 Prozent Beitrag für die Krankenkasse plus den Zusatzbeitrag aufwenden muss.

Ein Wechsel ist in dem Fall anzuraten. Auch wenn sich damit an dem festen Krankenkassenbeitrag nichts ändert, so ändert sich doch wenigstens der Zusatzbeitrag, der dann zumindest für dieses Jahr nicht aufgebracht werden muss