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Der Geschäftsbrief als Visitenkarte

Samstag, 20. Februar 2016

An Geschäftsbriefe werden hohe Anforderungen gestellt. Was nicht verwundert, immerhin gelten sie als Aushängeschild für einen Übersetzer oder Dolmetscher.

Anhand des Geschäftsbriefes erstellt sich ein Kunde oder ein Geschäftspartner ein Bild über den Absender, ordnet ihn als korrekt arbeitenden oder eher schludrigen Vertreter seiner Zunft ein; als jemanden, der Wert auf Stil legt oder der an jeder Stelle sparen muss und wohl kurz vor der Pleite steht.

Zu beachten
Der Geschäftsbrief darf nicht einfach nur gut aussehen und mit einem Logo sowie dem Schriftzug des Unternehmens versehen worden sein.
An ihn werden strenge Kriterien gestellt, was die Aufteilung der einzelnen Bestandteile angeht.

So müssen diese sich an vorgeschriebene Abstände und Einrückungen halten. Es gibt zum Beispiel den Geschäftsbrief in der Form A, bei der der Briefkopf 27 Millimeter misst.
Für Form B sind 45 Millimeter vorgesehen.

Diese Form eignet sich vor allem für Unternehmen, die großen Wert auf die Wirkung ihres Logos legen und ein entsprechend großformatiges Logo besitzen.

Nach dem Briefkopf folgt das Absenderfeld, dann kommen Zusatz- und Vermerkzone sowie die Anschriftzone.
Für die Zusatz- und Vermerkzone sind drei Zeilen vorgesehen, hier kann eingetragen werden, dass ein Brief zurückgesandt werden soll, falls er nicht zustellbar sein sollte.

Auch der Vermerk “Einschreiben” findet hier seinen Platz. Die eigentliche Anschrift des Empfängers wird in den folgenden sechs Zeilen eingetragen.

Weitere Zonen
Der Geschäftsbrief besteht natürlich noch aus dem Betreff, der Anrede, dem Text und der Grußformel. Meist wird auch der Anlagenvermerk angefügt.

Sehr wichtig ist allerdings auch der Informationsblock, der einen Geschäftsbrief von einem privaten Brief unterscheidet. Hier werden die wichtigsten Informationen zum vorliegenden Vorgang gegeben.
Beispielsweise wird unter den einzelnen Leitwörtern eingetragen, welche Zeichen die Bearbeiter haben (Ihr Zeichen, unser Zeichen), auf welchen Vorgang sich der Brief bezieht (Ihr Schreiben vom, unser Schreiben vom) und welche Kontaktmöglichkeiten zum Bearbeiter vorhanden sind (Name, Telefon, Telefax, E-Mail).

Natürlich wird auch das Datum des aktuellen Geschäftsbriefes hier vermerkt.
Der Informationsblock wird rechts neben dem Anschriftenfeld gesetzt.

Sehr viel detaillierter haben wir in unserem Freiberufler-Ratgeber das Thema Gestaltung und Form des Geschäftsbriefes behandelt. Schauen Sie doch dort einmal herein.

Kundenanalyse und Kundengewinnung als Übersetzer

Dienstag, 22. Januar 2013

Übersetzer erledigen Aufträge für eine Vielzahl von Kunden.

Davon sind die einen Stammkunden, die immer wieder Aufträge zur Übersetzung abliefern, die anderen gehören eher zur Laufkundschaft und erteilen einen Auftrag, dem aber keine weiteren folgen.

Das kann zum einen den Grund haben, dass diese Kunden mit der Arbeit nicht zufrieden waren, zum anderen aber auch den, dass die Kunden eben einfach nicht regelmäßig mit fremdsprachlichen Texten zu tun haben und nur eine private Übersetzung benötigten.

Die Kundenanalyse

Um herauszufinden, ob Ihre Aufträge durch Stammkunden oder Laufkundschaft erteilt werden, sollten Sie eine Analyse vornehmen.

Dafür ist es wichtig, die jeweiligen Projekte, dafür aufgewendeten Stunden und erhaltenen Honorare genau aufzulisten. Somit erhalten Sie einen Überblick darüber, ob ein Projekt rentabel war.

Eventuell finden Sie auch Kunden heraus, die immer nur ein begrenztes Budget zur Verfügung stellen, deren Aufträge aber recht arbeitsintensiv sind. Diese Aufträge rechnen sich auf lange Sicht gesehen nicht.

Mit der Analyse der Kunden können Sie auch Rückschlüsse darüber ziehen, ob Sie vielleicht die Marketingmaßnahmen verstärken müssen, damit neue Stammkunden – die dann aber auch besser zahlen sollten – eingeworben werden müssen.

Fertigen Sie eine Stundenliste an, in die Sie zum einen die Arbeiten und verbrachten Zeiten in der Funktion als Übersetzer eintragen, zum anderen die Zeiten, die Sie für die allgemeinen Tätigkeiten als Freiberufler aufwenden mussten.

Dies bringt Ihnen eine Übersicht darüber ein, ob Sie mehr Zeit für die Bearbeitung von Projekten oder für Organisation und Weiterbildung aufwenden.

Kundengewinn und –verlust

Das Führen von Stunden- und Kundenlisten zeigt Ihnen auch, ob Sie im vergangenen Jahr viele Kunden neu dazu gewonnen haben oder ob Sie sogar Stammkunden verloren haben. Wenn letzteres der Fall ist, sollten Sie versuchen, die Gründe dafür herauszufinden.

Im besten Fall benötigt der Kunde einfach im Moment keine weiteren Übersetzungen, würde aber wieder auf Sie zukommen, wenn das der Fall wäre.

Im schlechtesten Fall haben Sie in Ihrer Arbeit nachgelassen oder sind nicht mehr in der Lage, die veränderten Wünsche des Kunden zu bedienen. Wichtig zu bedenken ist, dass sich der Kundenstamm immer verändern wird, das ist ganz normal.

Aber wenn sich Stammkunden abwenden und sich vielleicht an Ihre Konkurrenz wenden, sollten Sie versuchen Wege zu finden, wie die Abwanderung der Kunden in Zukunft vermieden werden kann.

Finden Sie heraus, ob es an der Preisgestaltung lag, an der Bearbeitungszeit, am Projektablauf oder an der allgemeinen Betreuung.

Dies sind Punkte, die Sie aktiv beeinflussen und verbessern können, um neue Auftraggeber als Übersetzer zu finden.

Die Preisliste des Übersetzers

Montag, 31. Dezember 2012

Übersetzer sind in der Position, dass sie den Preis für ihre Tätigkeit mit dem Kunden frei vereinbaren können.

Es gibt zwar Empfehlungen seitens des BDÜ, wie hoch das Honorar ungefähr sein sollte.

Doch dabei handelt es sich eher um Richtlinien und nicht um feste Vorgaben.
Das heißt, dass hier eigene Berechnungen nötig sind. Bedenken Sie dabei Ihren eigenen Aufwand, der von Auftrag zu Auftrag unterschiedlich sein kann.

Versuchen Sie, eine Preisliste zu erstellen, die allgemeine Honorare erfasst. Für einen besonders hohen Aufwand werden Zuschläge erhoben.

Das kann beispielsweise bei einem Fachtext der Fall sein, der aufgrund der verwendeten Terminologie deutlich schwerer zu übersetzen ist, als ein normaler Text.

Strategien bei der Preisfindung

Suchen Sie nach relevanten Kosten, die für die Preisbestimmung herangezogen werden können. Darauf aufgerechnet wird ein Gewinn, der prozentual berechnet wird und der individuell verschieden ausfallen kann.

Daraus ergibt sich ein Umsatzziel, welches monatlich erreicht werden soll plus der Gewinnmarge. Daraus wiederum lassen sich Stunden- und Tagessätze bilden.

Im Gegensatz zur eben beschriebenen kostenorientierten Honorarfindung gibt es noch die nachfrageorientierte Variante. Hier bildet der Kunde selbst die Grundlage für das Honorar.

In Preisverhandlungen kann dann ein Preis vereinbart werden. Ob sich mit diesem allerdings ein Gewinn erzielen lässt oder nicht, können Sie nur herausfinden, wenn Sie die tatsächlichen Kosten gegenüberstellen.

Zuletzt sei die konkurrenzbestimmte Preisfindung genannt.

Dabei spielen, wie der Name schon sagt, die Preise der Konkurrenz eine Rolle. Orientieren Sie sich an diesen, kopieren Sie sie aber nicht. Der Preisführer auf dem Markt ist hier das A und O.

Immer wichtig: Die eigene Kalkulation

Egal, auf welche Weise Sie Ihren Preis bestimmen, die eigene Kalkulation spielt immer die wichtigste Rolle dabei. Bedenken Sie Ihre eigenen Kosten und nehmen diese als Grundlage, auch wenn die Empfehlungen des Branchenverbands vielleicht darunter liegen.

Sie wollen doch nicht am Ende draufzahlen, oder? Vielleicht finden Sie auch heraus, dass Sie sich neu positionieren müssen und dass Sie ein anderes Betätigungsfeld brauchen.
Eventuell müssen Sie neue Kompetenzen erwerben, die Ihnen auf dem Weg hin zu einem besseren Dienstleistungsangebot als Übersetzer helfen. Dann können Sie auch wieder höhere Preise verlangen, schließlich sind Sie ja auf einem Gebiet ein Spezialist.

Kleinunternehmer-Regelung für Übersetzer

Freitag, 7. Dezember 2012

Jeder, der sich beim Finanzamt mit seiner freiberuflichen Übersetzertätigkeit anmeldet, wird mit der Frage nach der Inanspruchnahme der Kleinunternehmerregelung konfrontiert.

Diese besagt nichts anderes, als dass im Jahr der Gründung nicht mehr als 17.500 Euro als Umsatz verbucht werden dürfen und im Jahr darauf nicht mehr als 50.000 Euro.
Werden diese Grenzen überschritten, so wird automatisch die Umsatzsteuerpflicht fällig und die Vereinfachung, die durch die Kleinunternehmerregelung erst möglich wird, ist dahin.

Wann ist die Kleinunternehmerregelung sinnvoll?

Die Kleinunternehmerregelung ist für jeden sinnvoll, der kaum Betriebsausgaben auszuweisen hat und der überwiegend an Privatkunden verkauft.
Wird eine Leistung gegenüber einem anderen Unternehmer erbracht, kann die Umsatzsteuerausweisung sinnvoller sein, denn diese Steuer bedeutet für jedes Unternehmen nur einen Durchlaufposten.

Werden jedoch eigene Investitionen getätigt, so ist die Steuer kein bloßer Durchlaufposten mehr, sondern hier kann die selbst gezahlte Vorsteuer vor der Abführung der Steuer an das Finanzamt abgezogen werden. Die Steuerpflicht wird damit verringert.

Der Kleinunternehmer muss die Umsatzsteuer auch auf seinen Rechnungen nicht angeben. Kann er seine Übersetzungsleistung zu dem gleichen Preis verkaufen, wie sie inklusive der Mehrwertsteuer betragen würde, dann ist sogar der Gewinn noch um einiges höher.

Der Wettbewerb

Viele Übersetzer richten sich mit der Kleinunternehmerregelung nach dem Wettbewerb. Wenn dieser nämlich regelmäßig die Umsatzsteuer ausweist, dann ist es nicht sinnvoll, selbst darauf zu verzichten.

Zu groß ist die Skepsis vieler Kunden, die dann eher zur Konkurrenz wechseln – „bei der scheinbar alles seine Richtigkeit hat“. Es lohnt sich also durchaus, einen Blick auf die Mitbewerber zu werfen. Das gilt auch dann, wenn die Umsatzsteuer nicht ausgewiesen werden soll.

Der eigene Preis kann dem des Wettbewerbs in etwa entsprechen oder noch leicht darunter liegen, dennoch ist der Gewinn höher.

Der Grund ist hierbei ganz einfach der, dass eben keine Umsatzsteuer an das Finanzamt abgeführt werden muss und die Einnahmen nahezu gleichzusetzen sind mit dem Gewinn.

Immer unter der Voraussetzung allerdings, dass kaum Anschaffungen fällig werden. Ob diese nötig werden oder nicht, muss jeder Übersetzer selbst einschätzen

Beitragsrückstände bei der Krankenkasse rasch aufholen

Mittwoch, 5. September 2012

Viele freiberuflich tätige Übersetzer sind mit ihren Beitragszahlungen bei den Krankenkassen arg im Rückstand.

Die gesetzlichen Krankenversicherungen verlangen pro Monat einen festen Mindestbeitrag, der derzeit bei 288,92 Euro liegt.

Ausgegangen wird von einem Einkommen von 1.864 Euro pro Monat, welches aber längst nicht alle Übersetzer verzeichnen können. Sie retten sich von einem Monat zum anderen und gelangen dabei mit ihren Krankenkassenbeiträgen immer wieder in Rückstand.
Die gesetzlichen Krankenversicherer nun verlangen für die Rückstände einen Säumniszuschlag von 60 Prozent im Jahr. In jedem Monat muss der Versicherte damit 5 Prozent mehr bezahlen.

Laut Bundessozialgericht ist diese Vorgehensweise durchaus rechtens, denn die Krankenkassen bräuchten einen gewissen Handlungsspielraum, um mit säumigen Versicherten umzugehen.

Sie dürfen diese nicht mehr von der Versicherung ausschließen und sind zur Erbringung der üblichen Leistungen verpflichtet. Um das fehlende Geld wieder wettzumachen, wird der Zuschlag erhoben, der nun für einen gewissen Ausgleich sorgen soll.

Welche Formulare benötigt der Übersetzer?

Montag, 3. September 2012

In der heutigen Zeit, wo alles komplizierter geworden ist und man mehr dokumentieren muss, als einem lieb sein kann, ist eine elektronische Verwaltung der Bürokratie auch für den Übersetzer immer wichtiger geworden. Gerade für Berufsanfänger, erscheint das Angebot verwirrend. Wir haben uns deshalb mal auf die Reise durch den Formulardschungel gemacht.

Als selbstständiger Übersetzer muss man seine Tätigkeit beim Finanzamt anmelden. Hierfür gibt es den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung. Ist dieser abgegeben, erhält man vom Finanzamt eine Steuernummer, welche auf sämtlichen Rechnungen erscheinen muss.
Im Fragebogen muss der Übersetzer Angaben zur freiberuflichen Tätigkeit, zur Festsetzung der Vorauszahlung, die Anmeldung der Lohnsteuer und die Anmeldung der Umsatzsteuer abgeben. Hier kann er auch festlegen, ob er als Kleinunternehmer ohne Vorsteuerpflicht eingestuft werden möchte.

Ist es dem Übersetzer bei seinen Aufträgen möglich, eigenschöpferische kreative Leistung umzusetzen, zum Beispiel bei Literaturübersetzungen, so kann er sich bei der Künstlersozialkasse anmelden.
Dies hat den Vorteil, dass der Übersetzer als Künstler, wie ein Arbeitnehmer eingestuft wird und nur die Hälfte seiner Sozialabgaben zahlen muss. Anträge findet man auf der Homepage der KSK.

Ist der Übersetzer nicht KSK-fähig, so muss er selbständig eine Kranken- und Rentenversicherung abschließen.
Hierbei gilt es zu vergleichen, da die Unterschiede groß sein können. Die nötigen Beitrittsformulare liefern die Versicherer.

Arbeitet der Übersetzer im heimischen Arbeitszimmer so gibt es gute Vorlagen, welche die anfallenden Kosten übersichtlich auflisten und so den Anforderungen der Finanzbehörde nachkommen.

Um sich als Übersetzer bei einem Auftrag rechtlich sicher zu fühlen, bedarf es eines ausführlichen Übersetzervertrags. In diesem müssen der Vertragsgegenstand, die Rechte und Pflichten des Auftraggebers und des Auftragnehmers, Rechtseinräumungen, das Rückrufrecht des Übersetzers, sowie das Honorar und dessen Abrechnung festgelegt werden. Des Weiteren sollte ein rechtssicherer Übersetzervertrag die Vergütung bei Nichtverwertung der Übersetzung, die Manuskriptablieferung, eine Vereinbarung über Satz und Korrektur sowie Urhebernennung beinhalten. Schlussendlich gehören auch noch die Punkte Rezensionen, der Umgang mit Freiexemplaren, Verramschung und Makulierung, sowie eine Schlussbestimmung zu einem rechtssicheren Übersetzervertrag.

Ist der Übersetzervertrag unter Dach und Fach , so sollte der Übersetzer rechtsverbindliche Rechnungsformulare zur Hand haben. Verfehlen diese ihr Ziel und der Auftraggeber zahlt nicht, so ist es empfehlenswert auch Mahnungen in seine Formularsammlung aufzunehmen, am besten in verschiedenen Sprachen.

Hat man alle aufgezählten Formulare zur Hand, so kann man sich als Übersetzer endlich seiner Arbeit widmen.

Deckelung der Auslands-Telefongebühren

Freitag, 20. Juli 2012

Übersetzer und Dolmetscher sind natürlich häufig im Ausland unterwegs und kommen dann nicht umhin, das Handy zu benutzen.

Sicherlich ist das Smartphone hier an erster Stelle zu nennen, denn kaum ein geschäftlich Reisender wird noch mit einem einfachen Handy unterwegs sein.
Der Grund dafür ist, dass mit dem Smartphone ganz einfach und jederzeit zusätzliche Informationen zu öffentlichen Einrichtungen, Hotels und Veranstaltungen abgerufen werden können. Allerdings sind die Preise teilweise jenseits von Gut und Böse.

Deckelung der Preise ab Juli 2012

Zum 1. Juli 2012 wurden die so genannten Roaming-Preise gedeckelt. Pro Megabyte dürfen nur “nur” noch 83 Cent erhoben werden.
Dies gilt jedoch nur innerhalb der EU, außerhalb der Europäischen Union gibt es keine solche Regelung.

So werden teilweise Preise bis zu 25 Euro pro MB erhoben. Ratsam kann es daher sein, die Internetverbindung des Smartphones generell zu trennen, wenn ein Aufenthalt in einem Nicht-EU-Land geplant ist. Nun ist das für einen Übersetzer oder Dolmetscher nicht in jedem Fall möglich, vor allem dann nicht, wenn er tagsüber längere Zeit unterwegs ist und eine Internetverbindung benötigt.

Für diese Fälle ist auf jeden Fall anzuraten, dass zumindest im Hotel doch eher auf die dortige Internetverbindung und das Notebook zurückgegriffen werden sollte.

Die Ausland-Telefongebühren werden immer günstiger

Die Preise für das Telefonieren aus dem Ausland wurden in der vergangenen Zeit immer wieder gesenkt. Allerdings kann ein Gespräch immer noch zwischen 1,49 und 1,99 Euro kosten, zumindest bei den großen Anbietern.
Auch eingehende Gespräche schlagen mit 0,99 Euro durchaus zu Buche. Die kleineren Anbieter sind nicht immer günstiger, sie offerieren dafür höhere Roaming-Gebühren.

Fazit:
Wer als Übersetzer oder Dolmetscher im Ausland unterwegs ist, sollte die Kommunikation mit dem Smartphone auf das Nötigste beschränken und im besten Fall nicht zwingend nötige Gespräche oder Internetverbindungen für die Zeit nach der Reise aufheben

Widerstand gegen die Rentenversicherungspflicht

Samstag, 26. Mai 2012

Die Online-Petition, die von Tim Wessels – Computerspezialist mit eigenem Unternehmen – ins Leben gerufen wurde, zählt mittlerweile 50.000 Unterstützer.
Es geht dabei darum, dagegen die Pflicht zur Altersvorsorge für Freiberufler und Selbstständige zu protestieren, weil diese laut Wessels einen erheblichen Eingriff in die persönliche Lebensgestaltung bedeute.

Die Pläne der Regierung

Es wird davon ausgegangen, dass rund drei Millionen Selbstständige und Freiberufler in Deutschland nicht rentenversichert sind.

Sie sind weder gesetzlich pflichtversichert noch Mitglied in einem Versorgungswerk, wie es beispielsweise für Ingenieure und Journalisten möglich ist.

Das heißt zwar nicht, dass sie alle von der Altersarmut bedroht seien, aber ein großer Teil der Betreffenden sorgt eben nicht privat vor. Der Gesetzesentwurf, der noch vor der Sommerpause in das Kabinett eingebracht werden soll, soll eine Pflicht zur Altersvorsorge beinhalten – allerdings nicht zur gesetzlichen Rentenversicherungspflicht. Denn es soll den Freiberuflern und Selbstständigen nach wie vor freigestellt bleiben, ob sie gesetzlich oder privat vorsorgen – nur sollen sie verpflichtet werden, überhaupt etwas zu tun.

Weiteres Vorgehen

Tim Wessels wird nun vor den Petitionsausschuss der Regierung gerufen und muss dort Stellung beziehen. Außerdem fordert der Bundestag eine Stellungnahme von der Regierung zu diesem Thema.

Doch schlussendlich wird es nicht so schnell gehen, bis eine Entscheidung vorliegt, man rechnet erst gegen Ende des Jahres mit einer endgültigen Diskussion.
Bis dahin wird sich der Widerstand gegen die Verpflichtung mehren – immerhin sind es bislang schon rund 77.000 Menschen, die gegen den Vorschlag von der Leyens protestieren

Altersvorsorgepflicht für freie Übersetzer

Montag, 26. März 2012

In Deutschland gibt es immer mehr Freiberufler und Selbstständige.

Einen Teil dieser Erwerbstätigen machen die freien Übersetzer aus. Diese sollen nach Plänen der Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen dazu gezwungen werden, für die eigene Altersvorsorge etwas zu tun.

Betroffener Personenkreis

Freiberufler – also auch die freien Übersetzer – sollen ab Mitte 2013 dazu verpflichtet werden, in die Altersvorsorge zu investieren.

Dies gilt allerdings nicht uneingeschränkt. Wer zu dem Zeitpunkt seine Freiberuflichkeit erst startet, muss in die Vorsorge zahlen. Wer zu diesem Zeitpunkt noch unter 30 Jahre alt ist, ebenfalls. Wer aber zwischen 30 und 50 Jahre ist, kann mit einer eingeschränkten Vorsorgepflicht rechnen, wer noch älter ist, den trifft die Regelung gar nicht. Auch diejenigen, die über die Künstlersozialkasse versichert sind, sind von der Pflicht zur Altersvorsorge ausgenommen.

Positives und negatives zur Altersvorsorgepflicht

Als positiv ist an diesen Plänen natürlich zu werten, dass die Altersarmut damit bekämpft werden soll. Das bedeutet, dass diejenigen, die bislang keinen Gedanken an die Vorsorge verschwendet haben und immer davon ausgegangen sind, dass sich schon alles regeln würde, dazu gezwungen werden, selbst etwas zu tun.

Allerdings trifft das in erster Linie Berufsanfänger und junge Menschen, die in die Freiberuflichkeit starten. Sie werden damit erheblich finanziell belastet. Kritisch wird überdies gesehen, dass der privaten Vorsorge Vorschub geleistet wird, die gesetzliche Rentenversicherung trägt sich immer weniger.

Klar, denn wer privat vorsorgt, nimmt die ohnehin meist höheren Beiträge in der gesetzlichen Versicherung nicht in Kauf.

Negativ ist auch anzusehen, dass eine Rente oberhalb der Grundsicherung angedacht ist. Das heißt, dass mindestens 700 Euro pro Monat als Rente dabei herauskommen müssen. Für die Versicherten heißt das aber, dass sie jetzt wenigstens 250 Euro in die Rentenversicherung einzahlen müssen.

Dazu kommen noch einmal 100 Euro als Erwerbsminderungsrente. Da fragen sich viele freie Übersetzer: Woher nehmen und nicht stehlen?

Durchziehen oder Straucheln – Ihre Tätigkeit als Übersetzer

Montag, 19. März 2012

Wer als Übersetzer richtig gut ist, wird sich über neue Aufträge keine Sorgen machen brauchen – denken viele, die in diesem Job tätig sind.
Doch leider ist das nicht ganz so einfach und häufig ist es sogar so, dass auch Übersetzer ums Überleben kämpfen müssen.

Wenn auch Sie vor der Frage stehen, ob Sie kurz vor dem Straucheln stehen oder ob Sie sich durchbeißen wollen, sollten Sie einige Dinge gezielt angehen und hinterfragen.
Wie sieht es zum Beispiel mit der Positionierung am Markt aus?

Das eigene Angebot

Bieten Sie mehrere Tätigkeiten an oder lohnt es sich, zusätzliche Kompetenzen zu erwerben?
Gerade bei einem Übersetzer kann es sein, dass der Kunde eben nicht nur die reine Übersetzung eines Textes wünscht.
Vielleicht soll der Text auch gleich noch Korrektur gelesen werden oder es handelt sich um einen speziellen Fachtext.

Dann kann Fachwissen, beispielsweise aus der Physik oder aus dem Maschinenbau, durchaus hilfreich sein. Nicht umsonst arbeiten viele Quereinsteiger als Übersetzer.
Sie haben ein größeres Portfolio. Hüten Sie sich allerdings davor, zu einem „Allesanbieter“ zu werden. Der Kundenkreis wird kleiner werden, wenn Sie keinerlei Spezialisierung oder einen Schwerpunkt aufweisen können.

Aufwand vs. Nutzen

Verzetteln Sie sich nicht bei Tätigkeiten, die Ihnen nichts bringen oder die Ihnen nicht liegen.
Nehmen Sie nur Aufträge an, die mit einem normalen Maß an Aufwand verbunden sind.
Natürlich kann es auch sein, dass manche Aufträge weitere Aufträge nach sich ziehen, die dann lukrativ sind oder die Ihr Image auf dem Markt stärken. Wägen Sie hierbei gut ab. Es lohnt sich jedoch nicht, auf Verdacht alle Aufträge anzunehmen, egal, wie hoch der Arbeitsaufwand und wie gering die Vergütung sind.

Achten Sie auch darauf, ob im Alltagsgeschehen die Freude an der eigenen Arbeit noch vorhanden ist.
Schon vielen Übersetzern ist es passiert, dass sie keinen Spaß mehr hatten. Doch gerade dieser zählt zu dem Stückchen Freiheit, welches Sie sich durch Ihre freiberufliche Tätigkeit erkämpft haben.

Versuchen Sie, sich im Alltag wieder Freiräume zu schaffen, denn oft straucheln Übersetzer aus dem Grund, weil sie keinen Spaß mehr an der Sache haben.
Vielleicht gibt es besondere Projekte, die Sie gern verfolgen möchten? Versuchen Sie, sich die Zeit dafür zu nehmen.