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Existenzgründung als Übersetzer

Mittwoch, 12. Mai 2010

Übersetzer werden heute mehr denn je gebraucht.
Auch wenn die Mehrsprachigkeit eine immer größere Rolle spielt, ist es doch nicht so, dass die Mehrheit der Menschen in eine Fremdsprache perfekt übersetzen kann.
Die Kenntnisse reichen meist für den normalen Alltag, aber zum Beispiel anspruchsvolle Fachtexte werden häufig nicht richtig verstanden oder gar selbst perfekt übersetzt.
Hinzu kommt, dass an viele Texte besondere Anforderungen gestellt werden, wie etwa die Veröffentlichungsreife.

Auch das wirtschaftliche Leben spielt sich immer schneller ab, das bedeutet für den Übersetzer, dass er in immer kürzerer Zeit immer größere und umfangreichere Leistungen erbringen muss.
Die Unternehmen wollen international konkurrieren und geben den Kostendruck, dem sie ausgesetzt sind, an den Übersetzer weiter. Auch damit muss er sich arrangieren.

Früher einmal besaßen viele Unternehmen einen Sprachendienst, in den die Übersetzer erst einmal eintraten. Ob sie sich später tatsächlich einmal selbstständig machen würden, war selten klar. Heute ist das anders. Sprachdienste in den Unternehmen werden immer weiter reduziert, praktiziert wird das so genannte Outsourcing, also die Auslagerung der Übersetzungsaufträge an Freiberufler.

Wer sich als Übersetzer heute selbstständig machen möchte, muss das häufig schon direkt nach dem Studium machen, da es nicht ausreichend feste Stellen für Übersetzer gibt.
Wichtig für die Existenzgründung als Freiberufler ist, dass eine Spezialisierung auf ein bestimmtes Fachgebiet feststeht. Das heißt nicht, dass konsequent nur Aufträge aus einem Bereich angenommen werden dürfen, aber die Anforderungen der Kunden müssen schon erfüllt werden.

Wichtig ist für die Spezialisierung die beständige Weiterbildung um wirklich so viel Kompetenz zu erwerben, dass man als Übersetzer fachlich versiert ist und das nötige Hintergrundwissen für die Übersetzungen aus dem jeweiligen Gebiet mitbringt.
Fachwissen ist daher unbedingt vonnöten und wer als Übersetzer solches vorweisen kann, wird es leichter haben, Kunden auf dem Fachgebiet zu erreichen.

Der Übersetzer muss auch in der Lage sein, in Netzwerken zu arbeiten, damit große Aufträge richtig in kurzer Zeit angefertigt werden können. Sind die Lieferzeiten eng bemessen, lohnt sich wieder die Fachkenntnis, denn wer jeden Fachbegriff erst nachschlagen muss, wird die Fristen kaum einhalten können.
Das Netzwerk hilft auch dabei, verschiedene Sprachen abzudecken, unterschiedliche Textsorten zu bearbeiten und angrenzende Fachbereiche abzudecken. Damit wird dem Kostendruck der Unternehmen, die alles aus einer Hand haben wollen, Rechnung getragen.