Die Preisliste des Übersetzers

Übersetzer sind in der Position, dass sie den Preis für ihre Tätigkeit mit dem Kunden frei vereinbaren können.

Es gibt zwar Empfehlungen seitens des BDÜ, wie hoch das Honorar ungefähr sein sollte.

Doch dabei handelt es sich eher um Richtlinien und nicht um feste Vorgaben.
Das heißt, dass hier eigene Berechnungen nötig sind. Bedenken Sie dabei Ihren eigenen Aufwand, der von Auftrag zu Auftrag unterschiedlich sein kann.

Versuchen Sie, eine Preisliste zu erstellen, die allgemeine Honorare erfasst. Für einen besonders hohen Aufwand werden Zuschläge erhoben.

Das kann beispielsweise bei einem Fachtext der Fall sein, der aufgrund der verwendeten Terminologie deutlich schwerer zu übersetzen ist, als ein normaler Text.

Strategien bei der Preisfindung

Suchen Sie nach relevanten Kosten, die für die Preisbestimmung herangezogen werden können. Darauf aufgerechnet wird ein Gewinn, der prozentual berechnet wird und der individuell verschieden ausfallen kann.

Daraus ergibt sich ein Umsatzziel, welches monatlich erreicht werden soll plus der Gewinnmarge. Daraus wiederum lassen sich Stunden- und Tagessätze bilden.

Im Gegensatz zur eben beschriebenen kostenorientierten Honorarfindung gibt es noch die nachfrageorientierte Variante. Hier bildet der Kunde selbst die Grundlage für das Honorar.

In Preisverhandlungen kann dann ein Preis vereinbart werden. Ob sich mit diesem allerdings ein Gewinn erzielen lässt oder nicht, können Sie nur herausfinden, wenn Sie die tatsächlichen Kosten gegenüberstellen.

Zuletzt sei die konkurrenzbestimmte Preisfindung genannt.

Dabei spielen, wie der Name schon sagt, die Preise der Konkurrenz eine Rolle. Orientieren Sie sich an diesen, kopieren Sie sie aber nicht. Der Preisführer auf dem Markt ist hier das A und O.

Immer wichtig: Die eigene Kalkulation

Egal, auf welche Weise Sie Ihren Preis bestimmen, die eigene Kalkulation spielt immer die wichtigste Rolle dabei. Bedenken Sie Ihre eigenen Kosten und nehmen diese als Grundlage, auch wenn die Empfehlungen des Branchenverbands vielleicht darunter liegen.

Sie wollen doch nicht am Ende draufzahlen, oder? Vielleicht finden Sie auch heraus, dass Sie sich neu positionieren müssen und dass Sie ein anderes Betätigungsfeld brauchen.
Eventuell müssen Sie neue Kompetenzen erwerben, die Ihnen auf dem Weg hin zu einem besseren Dienstleistungsangebot als Übersetzer helfen. Dann können Sie auch wieder höhere Preise verlangen, schließlich sind Sie ja auf einem Gebiet ein Spezialist.

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