Archiv für Dezember 2011

Rürup-Rente für Übersetzer

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Haben Sie als freiberuflicher Übersetzer einen Vertrag für die so genannte Rürup-Rente abgeschlossen, so sollten Sie sich über den Hinterbliebenenschutz Gedanken machen.

Denn das Geld, das in die Rürup-Rente eingezahlt wurde, verfällt bei einer fehlenden entsprechenden vertraglichen Vereinbarung und die Hinterbliebenen haben darauf keinen Zugriff.

In der Regel sind solche Vereinbarungen auch im Nachhinein noch in den Vertrag aufzunehmen, beispielsweise nach einer Heirat oder nach der Geburt eines Kindes.

Vereinbarungen für die Hinterbliebenen im Rürup-Vertrag mit aufnehmen

Verschiedene Möglichkeiten können hier in Betracht kommen. So können Sie Ihre Hinterbliebenen schützen, indem Sie die Fortzahlung der Rente bis zu einem bestimmten Datum vereinbaren.

Diese Vereinbarung kommt dann zum Tragen, wenn Sie selbst als Versicherter die Rente eben erst angetreten haben, dann aber sterben. Ihre Hinterbliebenen bekommen die Rente so also bis zu einem festen Zeitpunkt weitergezahlt.
Möglich ist auch die Regelung, dass die Hinterbliebenen die eingezahlten Beiträge im Todesfall des Versicherten ausgezahlt bekommen.

Hier wird die Auszahlung dann aber in der Regel auf die reinen Beiträge beschränkt, Förderungen und Zinsen werden nicht ausbezahlt. Fehlen diesbezügliche Vereinbarungen oder Regelungen, so gehen die Hinterbliebenen leer aus, die eingezahlten Beiträge sind aber ebenfalls verloren. Für versicherte Übersetzer, die eine Familie zu versorgen haben, ist die Aufnahme der Regelung also unverzichtbar.

Vermeiden sollten Sie aber einen Vertrag abzuschließen, der eine Rentenzahlung für die Hinterbliebenen vorsieht.
Dabei sind die Einbußen, die Sie als Selbstständiger bei Inanspruchnahme der Rürup-Rente in Kauf nehmen müssten, sehr hoch

Insolvenz als Übersetzer

Freitag, 2. Dezember 2011

Wer sich als freiberuflicher Übersetzer in der Insolvenz befindet, kann ein Problem damit bekommen, das Unternehmen weiterzuführen.
Wer sich für die Variante der Restschuldbefreiung entscheidet, muss viele Jahre lang eine Einschränkung seiner unternehmerischen Tätigkeit hinnehmen. Schon allein das Insolvenzverfahren dauert häufig ein Jahr oder sogar noch länger.
Insolvenz als Übersetzer

Daran schließt sich die Periode des Wohlverhalten für einige Jahre an. Erst danach kann das Geschäft wieder ohne Einschränkungen geführt werden, was teilweise ein erhebliches Problem darstellt. Kunden und Geschäftskontakte sind während dieser Zeit vielleicht schon zu anderen Anbietern gewechselt.

Der Insolvenzplan ermöglicht den weiteren Geschäftsbetrieb

Der Anwalt, der unbedingt zu Rate gezogen werden sollte, rät dann vielleicht zu einem Insolvenzplan, der günstigsten Falles bereits mit dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens bei Gericht eingereicht wird.

Auch die Freigabe des Geschäftsbetriebes ist eine Möglichkeit, sich weiter über Wasser zu halten.

Dabei kann der Unternehmer seiner wirtschaftlichen Tätigkeit weiter nachgehen, einen Gewinn erwirtschaften und diesen auch für sich verbuchen. Er muss lediglich regelmäßig feste Summen an die Gläubiger zahlen.

Im Prinzip ist dieses Verfahren mit einem Kredit vergleichbar, bei dem feste Raten gezahlt werden müssen. Irgendwann sind die Schulden wieder abgetragen und der Unternehmer ist kein Schuldner mehr.

Dies setzt allerdings das Einverständnis der Gläubiger voraus, was bei einem Insolvenzplan ebenfalls der Fall ist. Ein Insolvenzverwalter überwacht dann die Einhaltung der Zahlungen