Archiv für September 2011

Die Terminologie und die Bedeutung für den Übersetzer

Sonntag, 11. September 2011

Die Gesamtheit aller verwendeten Begriffe, ihre so genannten Benennungen (auch als Fachwörter bezeichnet) und die zusätzlichen Informationen ergeben zusammen genommen die Terminologie.

Wenn eine klare und eindeutige Kommunikation auf fachsprachlicher Ebene erreicht werden soll, so müssen alle Begriffe und Benennungen zwischen den Beteiligten an einer Übersetzung abgesprochen werden, demnach zwischen dem Auftraggeber und dem Übersetzer selbst.

Nur so kann eine Übersetzung das Ergebnis sein, bei der das Ergebnis konsequent und genormt ist.

Die Terminologie hat insofern eine große Bedeutung für den freiberuflichen Übersetzer, als dass sie ihm die Arbeit erleichtert.

Eine konsequent angewandte Terminologie lässt den Übersetzer einen Text auch fachlich richtig in die gewünschte Sprache übertragen, auch wenn er vielleicht vom eigentlichen Thema nicht allzu viel versteht.

Wer sich zum Beispiel als Übersetzer auf das Übertragen von Verträgen spezialisiert hat und doch einmal den Auftrag zur Übersetzung einer technischen Dokumentation erhält und diesen annimmt, der kann unter Verwendung der richtigen Terminologie dennoch einen sachlich und fachlich richtigen Text abliefern.

Als Hilfestellung erhalten Übersetzer spezielle Terminologieprogramme und –datenbanken, mit denen sich im Laufe der Zeit eine ansehnliche Sammlung von Fachausdrücken zusammentragen lässt. Texte, die der Spezialisierung des Übersetzers eigentlich fremd sind, die sich aber immer auf die gleiche Terminologie stützen, können so am Ende vielleicht in der Verwendung der Fachbegriffe und Ausdrücke sehr ähnlich erscheinen und nicht besonders variantenreich, sind aber in jedem Falle richtig, sofern die verwendeten Terminologien mit dem Kommunikationspartner abgesprochen wurden.
Damit ist auch die Pflege der Terminologiedatenbanken eine überaus wichtige Aufgabe, die ein Übersetzer niemals vernachlässigen sollte.

Die Terminologie hat auch insofern eine große Bedeutung für den Übersetzer, als dass sie ihm ermöglicht, Texte nicht nur sprachlich richtig im Sinne von richtiger Verwendung der Vokabeln anzufertigen, sondern diese auch mit den nötigen sprachlichen Mitteln und den sprechsprachlichen Ausdrucksmitteln auszustatten.

Nur unter Beachtung aller dieser Punkte kann ein Text entstehen, der inhaltlich und sprachlich dem Ausgangstext entspricht. Ziel- und Ausgangstext können so immer wieder aufeinander zurückgeführt werden, ohne dass es zu inhaltliche oder sprachlichen Defiziten kommen kann.

Parallelität der Urkundenübersetzung

Donnerstag, 8. September 2011

Die Urkunde muss nach ihrer Übersetzung als eine Art Parallel zum Original erscheinen, das heißt, sie muss unter anderem hinsichtlich der Gliederung und dem Layout genau dem Original entsprechen. Ausgenommen sind dabei aber das Papierformat, die Farbe des Papiers, die Typographie (es ist daher egal, ob die Urkunde in der Zielsprache in maschinen- oder handschriftlicher Form vorliegt), der Druck und auch solche Dinge, wie zum Beispiel Schutzhüllen, die der Notar verwendet.

Sind im Original Stellen zu finden, die zwar durchgestrichen, aber immer noch lesbar sind, so müssen auch diese in der neuen Urkunde erscheinen.
Auch Siegel und andere Textstempel müssen an richtiger Stelle vermerkt und übersetzt werden. Dies gilt auch für sämtliche Anmerkungen und Einträge, die sich auf Leerstellen beziehen.

Jede Übersetzung einer Urkunde muss vom Urkundenübersetzer als solche deutlich hervorgehoben werden.
Sie muss also stets klar vom Original zu unterscheiden sein, was möglichen Fehlinterpretationen vorbeugen soll. Am leichtesten lässt sich dies verdeutlichen, wenn Original und Übersetzung in einem einzigen Schriftstück miteinander verbunden werden, also zum Beispiel das Original in der linken Textspalte platziert wird, die Übersetzung auf der rechten. Diese Form wird häufig auch als Parallelfassung bezeichnet. Untereinander muss dies aber geschehen, wenn aus Platzgründen die Form nebeneinander nicht durchführbar ist, was zum Beispiel bei mehrsprachigen Übersetzungen der Fall sein kann.

Im rechtsstaatlichen Verkehr ist es so, dass der übersetzte Text niemals das Original ersetzen kann, eine Verwendung beider Texte ist immer nötig.

Es gilt hier das Prinzip der so genannten Untrennbarkeit. Dennoch muss es stets möglich sein, Original und Übersetzung eindeutig als solche zu identifizieren, daher auch die oben beschriebene Möglichkeit der Zusammenfassung beider Versionen in einem Schriftstück.
Urkundenübersetzer müssen damit vom Landgericht beeidigte Übersetzer sein.

Übersetzungen ins Portugiesische

Samstag, 3. September 2011



Portugiesische Übersetzer
sind heutzutage fast ausnahmslos Muttersprachler oder zumindest Personen, die schon länger in dem jeweiligen Land leben.

Die fachspezifischen Texte müssen bei dieser Sprache korrekt in die Gegensprache übersetzt werden.

Übersetzungen von Portugiesisch-Deutsch/Deutsch-Portugiesisch erfolgen meist in den Branchen Automobilindustrie, Lebensmittelbereich, Informatik, Recht, Versicherungen oder auch Raum- und Luftfahrttechnik.

Die Voraussetzungen für Übersetzer sind eine gute Allgemeinbildung, Fachkenntnisse im jeweiligen Gebiet, eine sichere Anwendung von Mutter- und Fremdsprache sowie Kulturkenntnisse des jeweiligen Landes.

Bei portugiesisch handelt es sich um eine romanische Sprache, die vorwiegend in Portugal und Brasilien gesprochen wird. Es weist innerhalb des Landes nur wenige Variationen im Dialekt auf, wobei das Standardportugiesisch auf dem Dialekt von Lisabon basiert.

Sehr gute Kenntnisse in Grammatik und Rechtschreibung sind unumgänglich, das die Sprache dem Spanischen sehr ähnelt und auch wechselseitig verständlich sind – und das trotz unterschiedlicher Phonologie, Grammatik und Vokabular. In der gesprochenen Sprache ist der Gebrauch von Nasalen typisch für das Lautsystem, was nicht jedem Übersetzer liegt.

Viele portugiesische Übersetzer oder auch Übersetzungsbüros bieten folgende Übersetzungen an:
Übersetzung des Jahresabschlusses, Übersetzung von Packungsbeilagen oder klinischen Befunden, Übersetzung von Abschlussarbeiten oder Dissertationen, etc.