Archiv für Mai 2011

Werkzeuge für die Softwarelokalisierung

Freitag, 27. Mai 2011

Unter der Bezeichnung Softwarelokalisierung wird die Anpassung von Prozessen und Inhalten an einen bestimmten Nutzungsbereich verstanden.
Dafür werden verschiedene Werkzeuge benutzt.

Klassische Webseiten zum Beispiel können sehr gut mit Hilfe der HTML-Programme angepasst werden. Das ist aber bei Benutzeroberflächen nur eingeschränkt oder sogar gar nicht möglich. Die Werkzeuge, die benutzt werden, bauen dabei auf Archivtechnologie auf, vergleichbar ist das mit den Translation Memory Systemen.

Auch sie nutzen immer wieder bereits vorangegangene Veränderungen. Einige Werkzeuge sehen den Export von Grafiken vor, was überaus hilfreich sein kann, wenn es sich um neuere Grafikprogramme handelt, die benutzt werden sollen, auf die alten Grafiken aber nicht verzichtet werden kann.

Beispiele für Werkzeuge der Lokalisierung sind Sisulizer oder RC-WinTrans und Visual Localize. Berücksichtigt werden muss bei deren Anwendung aber, dass nicht nur das Projekt bedacht werden muss, sondern auch das Wissen um die Informationstechnik, das der Anwender mitbringt.

Jedes Werkzeug bedarf einer gewissen Zeit der Einarbeitung, damit es optimal ausgenutzt werden kann. Das heißt, das Werkzeug muss erst einmal genauestens bekannt sein, ehe damit gearbeitet werden kann.
Teilweise ist auch das umfangreiche Wissen über Betriebssysteme erforderlich, damit das Werkzeug angewendet werden kann.

Je nach Werkzeugart muss genau bestimmt werden, welches Einsatzgebiet dafür vorgesehen ist, besser gesagt, das Werkzeug muss immer genau passend ausgewählt werden. Das ist vergleichbar mit einem Handwerker, der auch keine Feile nehmen wird, wo eine Säge angebrachter wäre.

Geheim- und Datenschutz im globalisierten Markt

Freitag, 13. Mai 2011

Die so genannten privaten Geheimnisse gelten als besonders schützenswert, wobei diese sich aber nicht nur auf den rein privaten Bereich erstrecken, sondern auch auf betriebliche Geheimnisse oder solche aus der Politik.
Zudem muss immer das Persönlichkeitsrecht beachtet werden. Um diese Rechte zu wahren, wurde das Datenschutzrecht ins Leben gerufen. Es soll den Missbrauch von Daten verhindern. Durch das Strafrecht ist gesichert, dass eine rechtliche Verfolgung bei Weitergabe der Daten vorgenommen wird.

Allerdings gilt bei Übersetzern die Weitergabe von Texten zum Zwecke des Korrekturlesens noch nicht als Verstoß gegen das Gesetz, sofern der jeweilige Kollege seinerseits den Inhalt des Dokuments nicht weiterreicht.
Anders sieht die Sache beim Datenschutzrecht aus. Hier kann eine Verfolgung bereits eintreten, wenn nur irgendeine Person die Daten erhält, also auch die vertraulichen Texte einer Übersetzung.

Wurden Rechte verletzt, kann Schadenersatz zugesprochen werden. Schadenersatzansprüche können auch dann erhoben werden, wenn der Übersetzer oder Dolmetscher gegen Vereinbarungen verstößt, die in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen festgehalten wurden oder die in einem Einzelvertrag geschlossen wurden.
Es besteht eine Pflicht zu Geheimhaltung und Verschwiegenheit, die nicht einmal explizit in einem Vertrag erwähnt werden und dennoch eingehalten werden müssen.

Für Übersetzer gilt im Allgemeinen, dass sie alles vertraulich behandeln müssen, was ihnen für die Abwicklung eines Auftrages anvertraut wurde, auch noch nach Beendigung des Auftrags gilt diese Regelung. Das bedeutet, dass die Grundprinzipien, die den Datenschutz ausmachen, beachtet werden müssen. Ohne Einwilligung des Rechteinhabers dürfen keine fremden Daten übermittelt oder weitergetragen werden. Auch dürfen die Daten nicht zu anderen Zwecken benutzt werden, als ursprünglich vorgesehen. Daten dürfen nur gespeichert werden, wenn sie wirklich vonnöten sind und ist das nicht mehr der Fall, müssen sie gelöscht werden.

Geht die Auftragsabwicklung über die Landesgrenzen hinaus, so muss je nach Fall überprüft werden, ob rechtliche Grundlagen verletzt werden könnten oder nicht, das betrifft etwa die Verarbeitungs- und Weitergabeverbote. Hier ist der Auftraggeber in der Pflicht, die jeweils für sein Land geltenden Bestimmungen an den Übersetzer zu übermitteln. Der Übersetzer muss dem Auftraggeber umgekehrt aber auch mitteilen, ob Unterauftragnehmer angestellt werden.

Vertrauliche Informationen können auch dadurch geschützt werden, dass in den Vertrag zwischen den beteiligten Partnern Vertragstrafen aufgenommen werden, falls Vertraulichkeiten verletzt wurden. Das muss allerdings nachweisbar sein.