Archiv für März 2011

Mikrokredit für Übersetzer

Mittwoch, 30. März 2011

Wenn Sie als Übersetzer einen Kredit benötigen, so tun sich einige Banken schwer damit. Denn gern vergeben die Banken höhere Kredite, an denen sie aufgrund der langen Laufzeit deutlich mehr verdienen.

Außerdem möchten die Banken in der Regel lieber Sicherheiten vorliegen haben.

Das ist auch der Grund, warum meist die Schufa um Auskunft gegeben wird, wenn es um die Einschätzung der Bonitäteines Kreditnehmers geht.
Bei einem Mikrokredit läuft die Sache ein wenig anders ab.

Hier spielen die bankenüblichen Vorgehensweisen eine eher untergeordnete Rolle, denn es wird zum Beispiel nicht die Schufa um Rat gefragt.

Als Sicherheit genügt meist der Nachweis, dass überhaupt einer Tätigkeit nachgegangen wird, die ein gewisses monatliches Einkommen erbringt.

Daher ist die Vergabe eines Mikrokredits für Freiberufler auch dann möglich, wenn die freiberufliche Tätigkeit nur als Nebenerwerb ausgeübt wird.

Als Übersetzer sind Sie aber vielleicht darauf angewiesen, ein gewisses Startkapital zu bekommen, damit Sie die nötige Ausrüstung, sprich Software und Nachschlagewerke, anschaffen können oder damit Sie die ersten laufenden Rechnungen begleichen können.

Wenden Sie sich an die so genannten Mikrofinanzierungsinstitute oder auch an Ihre Hausbank.
Diese kann Ihnen einen Berater bei der KfW nennen, denn innerhalb der ersten drei Jahre nach der Gründung der freiberuflichen Existenz ist die Aufnahme eines Mikrokredits auch hier möglich.
Die Summen, die dabei verliehen werden, schwanken zwischen 5.000 und 25.000 Euro, was schon ein sehr ansehnliches Startkapital darstellt. Nun kann das Geld sogar dafür eingesetzt werden, bei einer Bank ein höheres Darlehen zu bekommen, da der Mikrokredit von dieser als vorhandenes Eigenkapital gewertet wird

Honorar für Literaturübesetzer

Donnerstag, 17. März 2011

Immer wieder gibt es Streit, wenn es um das angemessene Honorar für einen Literaturübersetzer geht, der an einem belletristischen Werk oder einem Sachbuch beteiligt ist.

Sicher, es wird ein festes Honorar vereinbart, welches als Garantiehonorar auch tatsächlich ausgezahlt werden muss.

Das ist unabhängig davon, wie viele Exemplare des Buches verkauft werden und wie hoch der Preis ist, den ein Kunde im Laden für das Werk zahlen muss.

Nun sind die Übersetzer aber schon seit vielen Jahren mit dieser Regelung nicht einverstanden gewesen und haben teilweise auch dagegen geklagt.

Der Bundesgerichtshof hat nun endgültig entschieden, dass auch ein Übersetzer an den Erlösen eines Buches beteiligt werden muss. Dies gilt aber nur in angemessener Höhe.

Das heißt, der Übersetzer bekommt 0,8 Prozent bei einer Verwertung als Hardcoverausgabe und 0,4 Prozent bei der zweiten Verwertung des Werkes als Taschenbuch. Diese Werte sind Richtwerte und können durchaus auch über- oder unterschritten werden. Dies ist aber nur dann möglich, wenn auch ihr Honorar nicht üblich war, also höher oder niedriger – und das deutlich – als normalerweise vereinbart wird. Als Basis für die Berechnung dieser Prozentsätze gilt der Verkaufspreis, der netto im Laden erzielt wird.

Außerdem gibt es noch eine Bedingung, die bedacht werden muss:
Das zusätzliche Honorar bekommt der Übersetzer nur, wenn die Auflage der Bücher mehr als 5000 Stück beträgt, beziehungsweise, wenn mehr als 5000 Stück verkauft wurden.

Darüber hinaus kann er ein Honorar beanspruchen, wenn der Verlag Dritten Rechte zur Verwertung einräumt und wenn auch der Autor an diesen Rechten beteiligt wird. Hier kann dem Übersetzer maximal ein Fünftel des Betrages, den der Autor bekommt, zugestanden werden.