Archiv für Januar 2011

Wie können sich freie Übersetzer im globalen Markt positionieren?

Sonntag, 23. Januar 2011


Schon allein aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten der Kommunikation, wie etwa E-Mail, Videokonferenz, Internet oder Skype scheint alles immer schnelllebiger zu werden. Daran müssen sich auch Übersetzer anpassen.

Sie müssen sich nicht mehr nur dem Wettbewerb im Lande stellen, sondern international konkurrieren. Für ihren Erfolg sind daher drei Punkte wichtig:
1. Die Position, die sie selbst auf dem Markt einnehmen
2. Die Kunden, die sie erreichen wollen
3. Die Leistungen, die sie anbieten

Wichtig ist, dass der Kunde weiß, dass es den Übersetzer überhaupt gibt, daher muss der Übersetzer sich selbst als Marke aufbauen.
Vergleichbar ist das mit einem Unternehmen, welches sich positionieren möchte.

Der Übersetzer kann aber einen großen Vorteil verbuchen und das ist seine Spezialisierung auf eine bestimmte Sprachenkombination.

Diese Kombination lässt auch schon den Kundenkreis eingrenzen, was wichtig ist, denn nicht jeder Mensch kann Kunde des Übersetzers werden.

Hat er also die Kombination Deutsch-Spanisch gewählt und sich vielleicht sogar noch auf ein bestimmtes wissenschaftliches oder wirtschaftliches Fachgebiet spezialisiert, so weiß der Übersetzer genau, welche deutsch- oder spanischsprachigen Unternehmen als Kunden in Frage kommen könnten.
Um herauszufinden, welche Unternehmen zur Zielgruppe werden könnten, ist eine entsprechende Analyse notwendig, die auch beinhalten sollte, auf welchem Wege das Unternehmen am besten erreichbar ist. Beachten muss der Übersetzer auch, welche Vorstellungen der Kunde von der Arbeit hat und herausfinden, ob ihrer beider Vorstellungen überein stimmen oder er muss sich selbst entsprechend anpassen.

In der Wirtschaft gibt es das so genannte Marketingdreieck. Das ist ein Zusammenspiel aus Anbieter, Wettbewerb und dem Kunden. Wenn die Unternehmen einen geringeren Gewinn erwirtschaften, so wirkt sich das direkt auf den Anbieter, also in dem Fall den Übersetzer, sowie auf den Wettbewerb aus. Die Einnahmen sinken.

Werbung für die eigene Dienstleistung betreiben

Wer als Übersetzer auf dem internationalen Markt überleben möchte, muss die für ihn persönlich passendste Marketingstrategie herausfinden, das heißt,  das Marketing muss individuell sein.
Es gibt dafür verschiedene Instrumente, die verwendet werden können, die aber nicht für jeden gleichermaßen passend sein können.

Das sind zum Beispiel Anzeigen und Telefonanrufe, Auftritte im Internet oder Anschreiben per Post.
Natürlich gibt es auch Instrumente des Marketings, die allen vorbehalten sind, dazu gehören Visitenkarten oder andere geschäftliche Unterlagen.

Telefondolmetscher

Freitag, 21. Januar 2011

Wie der Name schon sagt, arbeitet der Telefondolmetscher am Telefon. Er übersetzt in erster Linie bei geschäftlichen Telefonkonferenzen, kann aber auch von privaten Personen gebucht werden. Die Einsatzgebiete für den Telefondolmetscher sind daher vielfältig.

Wird ein wissenschaftliches Gespräch gewünscht, muss das im Vorab mitgeteilt werden, damit ein entsprechend ausgebildeter Dolmetscher eingesetzt werden kann.
Er muss dann immerhin ein gehöriges Maß an Fachwissen mitbringen, damit die Übersetzung mangels Kenntnisse der Fachtermini nicht ins Stocken gerät.

Unterschieden werden muss zwischen dem Simultandolmetschen und dem Konsekutivdolmetschen.
Bei der erstgenannten Variante spricht ein Teilnehmer und der Dolmetscher übersetzt für seinen Kunden.
Hier können übrigens alle Teilnehmer mithören, wodurch für alle, die die jeweilige Sprache sprechen, übersetzt werden kann. Es wird zeitgleich übersetzt, was die Übersetzung sowohl für den Übersetzer, als auch für die Teilnehmer der Konferenz etwas anstrengender macht.

Für kurze Konferenzen ist das aber akzeptabel. Für länger dauernde Konferenzen empfiehlt sich das Konsekutivdolmetschen. Dabei wird das Gesprochene in Abschnitten übersetzt, auch mehrere Sätze werden zusammen übertragen. Auch hier kann ein Dolmetscher für mehrere Teilnehmer gebucht werden.

Für die Telefonkonferenz muss sich der Auftraggeber anmelden. Er muss die Daten der Konferenz festlegen und mitteilen, welche Sprachen, gewünscht werden, wann die Konferenz stattfinden soll und für wie viele Teilnehmer übertragen werden muss.
Über das so genannte Kontrollcenter können bis zur endgültigen Buchung immer noch Änderungen die Konferenz betreffend vorgenommen werden. Mitgeteilt werden muss übrigens auch, welche Art des Übersetzens gewünscht wird, also simultanes oder konsekutives Dolmetschen.

Mit dem Abschluss der Planung der Konferenz wird auch die endgültige Buchung derselben vorgenommen. Erst jetzt fallen Kosten für den Teilnehmer oder Auftraggeber an. Nun wird ein Telefondolmetscher zugeteilt und es können mit diesem direkt die notwendigen Absprachen getroffen werden.
Da es nicht immer nötig ist, einen Termin vor Ort zu machen und dazu einen Dolmetscher mitzunehmen, kann die Telefonkonferenz eine interessante Alternative sein. In jedem Falle ist sie kostengünstiger, da der Dolmetscher als Reisebegleiter eben nicht gebucht werden muss.

Zudem ist die Konferenz am Telefon häufig stressfreier. Schon allein deshalb, weil das Reisen wegfällt. Dafür sollte sich aber jeder Teilnehmer im Vorab ein Konzept für das Gespräch überlegen, damit es strukturiert geführt werden kann. Die geplante Struktur sollte auch dem Dolmetscher zu dessen Vorbereitung vorgelegt werden.

Erhöhung bei den gesetzlichen Krankenkassen

Dienstag, 11. Januar 2011


Die Auftragslage für einen Übersetzer ist logischerweise nicht immer gleich gut.

Daher kann es in Zeiten, wenn die Einnahmen etwas schlechter sind, jetzt noch schlechter werden – dank der Gesundheitsreform, die durch die schwarz-gelbe Koalition auf den Weg gebracht wurde. Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung werden steigen und rund 50 Millionen Mitglieder sind davon betroffen. Der Anstieg bedeutet 0,6 Prozentpunkte mehr, künftig werden also 15,5 Prozent als Beitrag fällig.

Damit will Gesundheitsminister Phillip Rösler verhindern, dass die Krankenkassen Ende des Jahres auf ein Milliardendefizit blicken müssten. Die Versicherten sollen das nun verhindern. Da aber auch sie nicht gänzlich für jedes Minus aufkommen können, gibt es noch eine andere Idee: Zum einen soll die Pharmaindustrie mehr belastet werden, zum anderen dürfen Krankenhäuser und Ärzte weniger viel Geld ausgeben.

Und noch etwas wird zur Entlastung der Krankenkassen getan: Es gibt einen zusätzlichen Beitrag, der aber bislang nur von einem geringen Teil der Krankenkassen in Erwägung gezogen wird.

Experten gehen davon aus, dass es in erster Linie die Betriebskrankenkassen sein werden, die diesen festen Zusatzbeitrag erheben müssen, die Ortskrankenkassen haben für 2011 mehrheitlich zugesagt, auf den Beitrag zu verzichten. Dieser würde übrigens als fester Betrag anfallen und nicht vom Einkommen gerechnet werden.

Das bedeutet für den Übersetzer und Dolmetscher, der gerade vielleicht etwas weniger gut verdient, dass er im schlimmsten Fall ab 2011 15,5 Prozent Beitrag für die Krankenkasse plus den Zusatzbeitrag aufwenden muss.

Ein Wechsel ist in dem Fall anzuraten. Auch wenn sich damit an dem festen Krankenkassenbeitrag nichts ändert, so ändert sich doch wenigstens der Zusatzbeitrag, der dann zumindest für dieses Jahr nicht aufgebracht werden muss