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Höflichkeitsformeln in Geschäftsbriefen

Wie im Punkt „Wichtige Punkte zum Übersetzen von Geschäftskorrespondenz“ schon erwähnt, ist es für den Übersetzer stets wichtig, die Gepflogenheiten des Ziellandes auch in Bezug auf die verwendeten Höflichkeitsformeln im Auge zu behalten. Denn während in einem Land und in einer Kultur eine Höflichkeitsformel vielleicht einfach nur als veraltet gilt, wird sie in einem anderen Land und in einer anderen Kultur eventuell als zwar höflich, aber dennoch sehr distanziert empfunden. Die Intensionen, die der Schreiber mit dem originalen Geschäftsbrief im Sinn hatte, sollten aber auch in der Übersetzung zu Tage kommen. Der Übersetzer muss stets sämtliche Ausdrucksformen der Höflichkeit beherrschen und sollte sich auch über eventuelle Änderungen regelmäßig informieren. Fehler in der Grammatik werden einem Nicht-Muttersprachler gern verziehen, aber ein unangebrachter Ton, der durch eine ungünstige Wortwahl im Brief zustande kommen kann, wird leicht falsch aufgenommen und kann zu einer regelrechten Abwehrhaltung beim Empfänger des Briefes führen. Einige einfache Möglichkeiten bieten sich aber dem Übersetzer, um das Bitten und Auffordern auch in der übersetzen Sprache höflich zu gestalten.
Eine Möglichkeit ist es, diese als Fragen zu formulieren, eine andere, den Konjunktiv, also die Möglichkeitsform, zu verwenden.
Mittels Modalverben können die Worte bitten oder auffordern „weicher“ gestaltet werden. Wichtig ist es auch, das eigene Anliegen konkret darzustellen, ansonsten wird der Empfänger im Unklaren gelassen und sich vielleicht fragen, was der ganze Geschäftsbrief überhaupt für einen Sinn hat, was ebenfalls leicht zu Unmut führen kann.
Abhängig von der jeweiligen Kultur ist auch der Gebrauch von Titeln. Während in einem Land besonderer Wert darauf gelegt wird, werden diese in anderen Ländern und Kulturen eventuell ganz weggelassen.

Das gilt auch für Anrede und Grußformel. Diese sind in einigen Kulturen regelrecht als überschwänglich zu bezeichnen und werden zum Beispiel in Deutschland als völlig übertrieben empfunden.
In anderen Kulturen wiederum sind diese Ausdruck der Hochachtung vor dem Empfänger. Darüber sollte der Übersetzer unbedingt Bescheid wissen und die korrekte Form in der Übersetzung anwenden können.

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Nicht immer ist es möglich, als Geschäftsbrief eine Standardversion zu benutzen, die mit Textbausteinen „zusammengebastelt“ werden kann.

Gerade bei argumentativen Briefen ist es für den Übersetzer recht schwierig, die spezifischen Merkmale des Briefes auch in der anderen Sprache beizubehalten und so den Charakter des Geschäftsbriefes zu erhalten.

Besondere Aufmerksamkeit muss der äußeren Form gelten, der Anrede, den typischen Formulierungen, der persönlichen Ausdrucksweise, der Höflichkeit und auch der textstrukturellen Punkte.

Anrede und Grußformel stellen nicht selten einen Stolperstein für den Übersetzer dar, gerade, wenn dieser aus einer anderen Kultur stammt, als der Verfasser des Originals.

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Häufig kann es so der Fall sein, dass in einer Kultur eine Grußformel als veraltet empfunden wird, in der anderen aber durchaus angebracht erscheint. Hier muss sich der Übersetzer an den Gepflogenheiten des Ziellandes orientieren oder – nach Wunsch des Auftraggebers – an denen des Herkunftslandes des Geschäftsbriefes. Eigene Präferenzen sind hier völlig außen vor zu lassen.
Wichtig sind, wie bereits erwähnt, auch die textstrukturellen Aspekte.

Hierzu zählen die Punkte, die den Geschäftsbrief praktisch formen, die ihm eine Struktur geben.
Dabei ist zu beachten, dass in einigen Ländern Wert auf einen möglichst kurzen Brief gelegt wird, ein langes Drumherumreden soll wegfallen und es soll nach Möglichkeit sofort der Kern der jeweiligen Sache angesprochen werden.
Auch in dem Punkt muss sich der Übersetzer mit den kommunikativen Aspekten der Zielsprache auseinandersetzen.
In der deutschen Sprache findet sich ein ausgeprägter Hang zum Passiv, was letzten Endes den eher unpersönlichen Charakter des Geschäftsbriefes ausmacht. Auch hier gilt, dass sich der Übersetzer an den sprach- und kulturspezifischen Aspekten des Ziellandes orientieren sollte.

einen geschäftsbrief übersetzen
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Generell gilt für alle oben genannten Punkte, die es beim Übersetzen von Geschäftskorrespondenz zu beachten gilt, dass der Übersetzer stets die Zielsprache im Auge behalten muss.
Eine wortwörtliche Übersetzung ist meist nicht angebracht, sondern der Geschäftsbrief muss zwar natürlich inhaltlich dem Original gleichen, aber Aufbau, Text und Stilistik sollten sich eher am Zielland und den dortigen Gewohnheiten die Geschäftskorrespondenz betreffend orientieren.