Aufgaben der Rechtsmedizin
Die Rechtsmedizin hat die Aufgabe der Beurteilung von Körperverletzungen, der Haft- und Verhandlungsfähigkeit von Angeklagten, die Erstellung von Gutachten bei Sittlichkeitsdelikten und der Vaterschaftsbestimmungen.
Die Phatalogie befasst sich mit der Leichenschau und Sektion sowie der Todesursachenfeststellung.
Dies gilt auch für Kindesmisshandlungen, kriminelle Schwangerschaftsabbrüche und die Bestimmung des Blutalkohols bei Verkehrsdeliketen.

Die Aufgaben des Gerichtsarztes werden von Amtsärzten oder speziell angestellten Rechtsmedizinern wahrgenommen.
Buchtipp:
Basiswissen Rechtsmedizin (Springer-Lehrbuch)
Das Basiswissen Rechtsmedizin bietet dem Medizinstudenten in kompakter Form alles, was er für Vorlesung, Kurs und natürlich die obligate Prüfung im Fach Rechtsmedizin benötigt. Ob Beweismittelsicherung, Bestimmung von Todeszeit und -art, ob Toxikologie oder auch das Grundlegenste zum Medizin recht, hier finden Sie knapp, aber spannend und verständlich geschrieben alles, was Sie auch bei der späteren ärztlichen Tätigkeit brauchen werden wie z. B.
- Aufklärungspflichten
- Dokumentationspflicht
- rechtliche und ethische Probleme am Beginn und Ende des Lebens
- spezielle gesetzliche Regelungen im Medizinrecht
- Transplantationsrecht
- Versicherungsmedizin
- Sexualstraftaten und Vergewaltigungen
- Kindesmissbrauch und Kindestötung
- forensische Altersdiagnostik
- Leichenschau und Sektion
- Identifizierung
- Unerwartete und unklare Todesursache
- Traumatologie und gewaltsamer Tod
- Toxikologie und Vergiftungsverdacht
- Verkehrmedizin
Übersetzer der Rechtsmedizin und Gerichtsmedizin
Die Gerichtsmedizin trägt auch die Bezeichnung Rechtsmedizin und umfasst die Anwendung medizinischer und naturwissenschaftlicher Kenntnisse für den Bereich der Rechtspflege.
Ein Gerichtsmediziner arbeitet also nicht daran, kranke Menschen wieder zu heilen, er trägt vielmehr durch die Aufklärung von Todesursachen dazu bei, neue medizinische Erkenntnisse zu erwerben und Kriminalfälle zu lösen.
Der Mediziner kann sich für die Gerichtsmedizin nach seiner Grundausbildung spezialisieren lassen.
Übersetzungen werden im Bereich der Gerichtsmedizin häufig dann benötigt, wenn Rechtsfälle länderübergreifend sind.
Geschah zum Beispiel in einem Land ein Verbrechen, das Opfer oder der Täter stammen aber aus einem anderen Land, so arbeiten die Behörden der beteiligten Länder zusammen und benötigen natürlich auch gerichtsmedizinische Befunde und Auswertungen.
Diese werden von den freiberuflichen Übersetzungen dann in die gewünschte Zielsprache übertragen.
Hier kann nicht so eindeutig wie bei anderen wissenschaftlichen Gebieten gesagt werden, dass die englische Sprache diejenige ist, in die am häufigsten übersetzt werden muss. Je nach beteiligen Ländern variieren die Zielsprachen.
Erkenntnisse aus der Gerichtsmedizin werden häufig in entsprechenden Fachzeitschriften veröffentlicht. Auch dafür werden Übersetzungen benötigt.
Texte der Gerichtsmedizin und Rechtsmedizin übersetzen
Ein Übersetzer, der sich mit gerichtsmedizinischen Texten beschäftigt, muss neben der jeweiligen Zielsprache, in die übertragen werden soll, medizinische Kenntnisse mitbringen.
Das Beherrschen der Fachterminologie ist unbedingt notwendig, um die Texte fehlerfrei übersetzen zu können.
Lateinkenntnisse sind dabei ebenfalls von Vorteil, da viele Bezeichnungen und Beschreibungen auf Latein gegeben werden und diese Begriffe auch in der Übersetzung zumindest zum Teil erhalten bleiben müssen.
Weitere Beiträge zur Thema Übersetzer für Medizin:
Medizintechnik | Pharmazie | Orthopädie | Kardiologie | Rechtsmedizin | Forschung Medizin

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